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....bei uns werden sie 'was erleben!
 

Programm für Volks- u. Hauptschulen:

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Waldpädagogik

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Ablauf einer Waldpädagogikführung:

 

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  Begrüßung an einem geeigneten Platz im Wald.

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   Aufkleben der Namensschilder mit Klebeband unter Mithilfe der Lehrperson.

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dann setzen wir uns im Kreis auf Matten und ich erzähle etwas von der Umgebung (Waldbesitzer, Landschaft, Mischwald o. Monokultur....)

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Kinder sollen sagen, was ihnen spontan zum Wald einfällt (Zapfenmikro)

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dann soll jeder etwas, was mit dem Wald zusammenhängt, suchen (Blatt, Moos, Tannenzapfen, vermodertes Holz, Stein u.s.w.)

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jedes Kind soll sich dann mittels Zapfenmikrophon das im Kreis weitergereicht wird, vorstellen, und ein paar Worte zu dem gesuchten Stück sagen (Warum es das gesucht hat, an was es erinnert wird u.s.w.)

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bei Vorhandensein von vielen kleinen Naturverjüngungspflanzen spielen wir das Spiel „Wie viele Bäume sind im Kreis“.

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schließlich legen wir uns auf den Matten auf den Rücken und schauen durch die Baumwipfel in die Sonne, dann werden die Augen geschlossen und wir achten nur auf die Geräusche (Wind, Vögel usw.) des Waldes.

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zur Auflockerung wird noch das Regenspiel gespielt.

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der Höhepunkt des Tages ist das gemeinsame Auszeigen und Fällen eines Baumes.

 

 Alle Spiele:

 

Aus diesen Spielen wähle ich einige aus, die wir spielen werden:

"Gehen ohne zu sehen" lernen
Einem Baum blind begegnen
Blinde Karawane
Ausflug einer blinden Raupe
Mit den Händen sehen
Memory
Mit der Lupe unterwegs
Arche Noah
Das große Suchen
Fledermaus und Motte
Bauminterview

Jagd auf Kleinlebewesen
Mein Lieblingsplatz
Aktion mit Phantasie
Kamera „klick“
Naturdiaschau
Baumtelefon
Geschichte von der Grille und vom Indianer
Fuchs und Hase
Drachen bewacht Schatz
Schlussrunde

 

"Gehen ohne zu sehen" lernen:

Einem Kind werden die Augen verbunden, das andere führt es an den Händen oder am Rücken. Der Sehende lässt seinen blinden Partner nach interessanten Objekten tasten und führt ihn dorthin wo es etwas interessantes zu hören oder zu riechen gibt. Die Führenden gehören daran erinnert, dass sie die Augen ihrer blinden Partner sind. Dieses Spiel kann man auch in Gruppen machen. Der erste führt, die anderen sind blind und halten sich mit den Händen am Rücken des Vordermanns. [ Zurück zur Übersicht ]

 Einem Baum blind begegnen:

Wieder führt der Partner den Blinden durch den Wald zu irgendeinem Baum (kann 20-30m weit weg sein). Der Blinde soll den Baum blind erkennen lernen.

Gib ihm einige hilfreiche Fragen:

v     Reibe deine Wange an der Rinde, lebt der Baum noch?

v     Kannst du ihn mit deinen Armen umfassen?

v     Ist der Baum älter als du?

v     Kannst du Pflanzen finden, die auf ihm wachsen? Flechten? Moose?

v     Hat der Baum eine glatte, rauhe oder borkige Rinde?

v     Wo beginnen die Äste? usw.

Der Blinde wird dann zurückgeführt, aber auf einem anderen Weg, dann soll das Kind seinen Baum wieder finden. Dieses Spiel kann man auch mit Steinen und dergleichen machen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Blinde Karawane:

Dies ist das Spiel mit einem durch eine abwechslungsreiche Strecke gespannten Seil an dem die Kinder blind entlang gehen müssen und nur durch die Sinne den Weg empfinden. Tast-, Hör- und Geruchssinn. Z.B.: ein rauher und ein glatter Stein, zarte junge Blätter, trockenes Laub, feuchter Geruch, süßer Frühlingsduft. Ein Knoten im Seil zeigt an, hier ist etwas Interessantes. Oder das Seil hoch über dem Kopf, oder ganz dicht  am Boden festbinden, das sorgt für Abwechslung.

Bevor die Kinder losgehen, kann man die Hände der Kinder über einen Baumstamm führen, den Baum umarmen lassen, fragen wie dick er ist und wie er sich anfühlt, oder man gibt ihnen ein Blatt  um daran zu riechen. So lernen sie sich auf den Pfad einzustimmen und ihn zu erforschen und nicht einfach durchzulaufen.

Wichtig ist, dass sie bei der blinden Karawane still sind um alles in Ruhe erfühlen zu können, jedes Kind soll seine Geschwindigkeit selbst bestimmen (Schnellere an den Langsameren vorübergeleiten). Am Ende soll jemand die Kinder empfangen. An den schwierigen Stellen kann man Helfer positionieren. Die Kinder sollen am Ende, bevor sie die Strecke übersehen können, gefragt werden, wie lange sie sie schätzen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Ausflug einer blinden Raupe:

3 bis 6 Kinder werden die Augen verbunden, werden hintereinander aufgestellt mit den Händen auf den Schultern des Vordermanns. Die blinde Raupe wird durch die Natur geführt. Durch Horchen, Riechen oder Tasten sollen sie den geführten Weg erfühlen. Interessante Stellen wie besondere Bäume, Felsen, duftende Blumen oder Sträucher sollen sie näher erkunden können. Ein feuchter, weicher Untergrund, ein schattiger Wald oder eine sonnige Lichtung lockert alles auf und macht die Strecke leichter merkbar. Die Kinder müssen dann versuchen, den Weg wieder zurückzufinden. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Mit den Händen sehen:

Mit verbundenen Augen sollen die Kinder mit den Händen einen Ort so intensiv wie möglich auskundschaften. Wenn sie meinen, sie haben genau erforscht, zum Ausgangspunkt zurückführen und den Platz suchen lassen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Memory:

Zehn Sachen, wie Steine, Eicheln, Tannenzapfen, Blätter, Schneckengehäuse, Federn und dgl. auf ein Tuch legen und mit einem anderen zudecken. Das Tuch dann vor den Kindern ca. 30 Sek. hochheben und den Kindern zeigen. Dann wieder zudecken und die Kinder sollen dann die zehn gleichen Sachen suchen. Nach 5 Minuten zurückrufen und schauen wer alles gefunden hat. Die Gegenstände kurz beschreiben oder etwas dazu erzählen. Kann man nochmals mit jeweils anderen Gegenständen wiederhohlen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Mit der Lupe unterwegs:

Entlang einer Schnur, nicht länger als 1-2m, machen die Kinder eine Expedition in die Welt des Kleinen. Mit einer Lupe in der Hand robben sie auf dem Bauch vorwärts und entdecken dabei Naturwunder, wie Grashalme, Tautropfen, Käfer, Spinnen u. sonstiges. Den Kindern gibt man Schnur und Vergrößerungsglas damit sie sich selber eine vielversprechende Strecke aussuchen können. Die Fantasie der Kinder bringt man in Bewegung indem man ihnen einredet, eine Ameise zu sein. Man kann dann Fragen stellen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Arche Noah!

Ein Spiel bei dem Tiere sich zu Paaren auf der Arche Noah zusammenfinden. 2 gleiche Tiernamen werden jeweils auf 2 Karten geschrieben. Bei 20 Kindern 10 Tiernamen. Jedes Kind bekommt eine Karte und liest, welches Tier es ist, sagt es aber niemanden, wer es ist. Dann die Karten wieder einsammeln. Nun sollen die Kinder durch typische Merkmale wie, Tierlauten und Bewegungen, wie bellen, krächzen, quaken, pfeifen, schleichen, flattern oder springen, versuchen, ihren jeweiligen Tierpartner auf sich aufmerksam zu machen. Es kann soviel Krach wie sie wollen gemacht werden, nur gesprochen darf nicht werden. Jedes Tier muss seinen Artgenossen einzig durch sein überzeugendes Verhalten finden. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Das große Suchen:

Hier geht es darum natürliche Gegenstände zu suchen. Die Kinder bekommen eine Liste in die Hand, mit den Dingen, die sie suchen sollen. Die Kinder sollen dadurch genau hinschauen lernen und ihre Phantasie gebrauchen müssen.
(Suchliste von mir zusammengestellt). [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Fledermaus und Motte:

Die Teilnehmer bilden einen dichten Kreis (Hände geben) der durch Händestrecken oder –anziehen variiert wird. Die Fledermaus mit Augenbinde und 2 – 4 Motten sind im Kreis. Auf das „Piep“ der Fledermaus müssen die Motten sofort mit dem Echo „Piep“ antworten. Die Fledermaus orientiert sich an dem „Piep“ der Motte und versucht sie zu fangen. Langsamere, weniger gerissene, fallen dem Raubtier schneller zum Opfer, die Überlebenden werden sich wieder vermehren. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Bauminterview:

Eine der sinnvollsten Aktionen bei Waldspielen, damit sich die Teilnehmer in das Leben der Bäume hineindenken können.

Die Teilnehmer werden in Gruppen von etwa 2-6 Personen eingeteilt. Diesen Gruppen wird ein aussagekräftiger Baum (vom Keimling bis zur uralten Tanne) zugewiesen. Nun überlegen sich die Gruppen Fragen an den Baum, die für sie interessant sind. Fragen beantworte ich als Forstmann. Man kann aber auch eine sonstige Pflanze oder Stein nehmen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Jagd auf Kleinlebewesen:

Bei diesem Spiel muss der Boden bzw. die Walderde wieder als Lebenselement ins Bewusstsein rücken. Nutzen und Aufgabe der Lebewesen soll Forscherdrang und individuelles Interesse der Teilnehmer, bei der viel Zeit höchst sinnvoll verbraucht wird, wecken.

Zuerst zeigt man den Kindern einige unverletzte Laubblätter, dann einige angefressene, in der Folge nur mehr die Fragmente von Blätter und schließlich den Humus. Anhand dieses Beispiels kann man den wichtigsten Vorgang in der Schöpfung, durch den aus abgestorbenen Pflanzen wieder neues Leben entsteht, erklären.

Man kann den Kindern erklären, dass sich in einer Hand voll Erde mehr Lebewesen befinden, als es Menschen auf der ganzen Erde gibt. Nur mit freiem Auge können wir sie leider nicht alle sehen. Für die vielen Millionen Fadenwürmer Algen und Bakterien brauchen wir ein Mikroskop. Mit der Lupe können wir Milben, Springschwänze sowie Bärentierchen sehen. Jetzt wollen wir aber einmal schauen, was wir mit freiem Auge im Boden finden können. Ihr werdet staunen. Mit den Lupenbechern können sie auch kleinere Tierchen, wie Käfer, Ameisen, Regenwürmer, Fliegen und dgl. fangen und betrachten. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Mein Lieblingsplatz:

Der Wald hat eine besonders positive Wirkung auf den Menschen. Wir müssen uns aber Zeit dafür nehmen. Diese Aktion ist sehr hilfreich, wenn eine Gruppe allzu sehr in Schwung gekommen ist.

Die Teilnehmer werden aufgefordert, sich einen Platz im Wald zu suchen, an dem sie sich besonders wohl fühlen. Dort sollen sie sich je nach Alter 5-30 Minuten niederlassen und den Alltag vergessen. Sie sollen sich entspannen und einfach in die Lebensgemeinschaft Wald eintauchen. Vielleicht einen besonders schönen Baum finden und sich etwas in dessen Leben hineindenken, etwas von ihm lernen, Düfte und Geräusche definieren, dem Platz einen Namen geben usw. Abschließend kann man auch 2 Teilnehmer zusammenlosen, die sich ihren Lieblingsplatz gegenseitig zeigen und ihre Eindrücke weitergeben. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Aktion mit Phantasie:

Bei diesem Spiel soll der Wald als mystischer Ort erklärt werden. Welch ein Walderlebnistag bei dem nichts mit Moos, Zapfen, Stöcken und Höhlen gebaut wird. Die Kinder kann man dazu überleiten indem man ihnen erzählt, dass im Wald eine große Wohnungsnot ausgebrochen ist und die Zwerge, Wichtel und sonstigen Geister eine Wohnung brauchen und sie ihnen helfen sollen, indem sie ihnen kleine Häuser aus Waldmaterial bauen. Von dieser Aktion sind die Kinder am meisten begeistert. Sie bauen wirklich „kleine Kunstwerke“. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Kamera „klick“:

Ein berühmtes Spiel das auf Details in der Natur hinweist. Paarweise suchen die Teilnehmer Objekte zum Fotografieren, wobei einer die Kamera(mit geschlossenen Augen), der andere der Fotograf ist. Der Fotoapparat wird entsprechend positioniert, nahe oder weiter weg und durch das Ziehen am Ohrläppchen ausgelöst (Augen öffnen). [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Naturdiaschau:

Dazu bracht man selbstgefertigte Diarähmchen. In diese Rähmchen steckt jeder Teilnehmer einen Gegenstand aus dem Wald (Blatt, Grashalm, Blüte, Farn, usw. ). Dann setzt man sich im Kreis und bei „Klick“ wird das Rähmchen mit dem Inhalt weitergegeben. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Baumtelefon:

Die Kinder klopfen mit einem Stein an den Stamm. Liegende Bäume haben einen hellen Ton, stehende Bäume einen dunklen Ton. Bei einem liegenden Baum hören die Kinder am jeweils anderen Ende den geklopften Ton. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Geschichte von der Grille und vom Indianer:

Hier soll erklärt werden, dass auch wir ein gutes Gehör haben, nur muss man es wieder lernen im Alltagslärm auch konzentriert hören zu können. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Fuchs und Hase:

Die Kinder bilden einen Kreis. Kinder werden Augen verbunden. Sie sind Füchse. 4 weitere Kinder gehen in den Kreis. Sie sind Hasen. Der Fuchs beginnt mit 2 Steinen gegeneinander zu klopfen. Die Hasen müssen das Klopfzeichen als Echo wiedergeben und der Fuchs bemüht sich mittels Gehör die Hasen zu fangen. [ Zurück zur Übersicht ]
 

 Drachen bewacht Schatz:

Der Drachen hat die Augen verbunden und bewacht einen Schatz (z. B.: Stein, Rucksack, Zweig oder ähnliches). Die Kinder schleichen an und versuchen den Schatz zu stehlen. Hört der Drachen ein Kind zeigt er mit dem Finger hin und das Kind muss sich auf der Stelle niedersetzen. Sieger ist der, der so nahe kommt, dass er den Schatz berühren kann.[ Zurück zur Übersicht ]

 Schlussrunde:

Im Kreis sitzen, die Kinder sollen mittels Zapfenmikro ihre Eindrücke wiedergeben und erzählen, was ihnen am meisten gefallen hat. Dann noch das Schlusswort von mir. [ Zurück zur Übersicht ]

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